Immobilien – Chancen und Risiken für 2013

Grundsätzlich sind die Chancen und Risiken bei einem Immobilieninvestment immer identisch. Der Markt zieht an oder der Markt gibt nach. Die Wohnung ist vermietbar oder sie ist es nicht. Ganz so einfach verhält es sich jedoch nicht, da volkswirtschaftliche Umstände immer eine Rolle spielen. Diese, europaweit, haben das Jahr 2012 für den Immobiliensektor zu einem ganz besonderen gemacht.

Unterschiedliche Tendenzen in Deutschland

Während in einigen Regionen in Deutschland von einem exorbitanten Immobilienboom die Rede war, verzeichneten andere Gebiete stagnierende, sogar fallende Immobilienpreise. Die ersten Insider sprechen von einem Platzen der Immobilienblase in Frankfurt, München oder Berlin, während Verkäufer im Ruhrgebiet mit sinkenden Immobilienpreisen zu kämpfen haben. Eine vorhaltende Angst vor einem Zusammenbruch des Euros und einer steigenden Inflation haben Anleger zu überdurchschnittlichen Investments in Immobilien veranlasst. Flucht in Sachwerte gilt – durchaus berechtigt – immer noch als sicherer Hafen vor der Geldentwertung. Dabei muss man sich aber vor Augen halten, dass die Inflationsrate in Deutschland zum Ende des vergangenen Jahres bei 1,9 Prozent lag. Innerhalb der Europäischen Union wurde das von der Europäischen Zentralbank vorgegebene Ziel von zwei Prozent für 2012 nur um 0,2 Prozentpunkte verfehlt. Der Kaufkraftverlust im Euroraum betrug 2,2 Prozent über das Jahr gesehen.

Ursachen für den Boom

Wie bereits erwähnt, liegt die Ursache für den Immobilien-Boom in der Angst vor einem überdurchschnittlichen Anstieg des Kaufkraftverlustes. Auslöser dafür sind die internationalen Notenbanken, die zur Bekämpfung einer Depression Billionen in den Geldkreislauf gepumpt haben. Die Ankündigung Japans, die eigene Währung massiv zu schwächen und durch verstärktes Gelddrucken die Inflation im eigenen Land ankurbeln zu wollen, trägt nicht zu einer Beruhigung der Anleger bei. Um im Außenhandel weiter attraktiv zu bleiben, müssten die europäischen Notenbanken zu gleichen Mitteln greifen, was einer Inflationsspirale gleich käme. Die Konsequenz daraus wäre allerdings keine Immobilienblase, welche früher oder später platzt, sondern ein weiterer Anzug der Immobilienpreise – vorzugsweise in den bereits fast leer gekauften Märkten deutscher Metropolen. Für Privatanleger wird es schwierig, in diesem Marktumfeld noch Objekte zu finden, die bei einem gerechtfertigten Preis eine annehmbare Rendite versprechen. Wer in der heutigen Situation auf die Unterstützung markterfahrener Insider verzichtet, läuft Gefahr, eine Fehlinvestition zu tätigen.

(HFG-Pressedienst)

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