Immobilienkauf: Anleger achten auf Zinsen, Selbstnutzer hören auf ihr Bauchgefühl

Beinahe jeder Immobilieninteressent ist überzeugt, dass es einen idealen Kaufzeitpunkt gibt. Für Kapitalanleger ist er meist dann erreicht, wenn die äußeren Konditionen stimmen. Interessenten die hingegen das Objekt selbst beziehen möchte, agiert oft emotionaler. Das zeigt das aktuelle „Immobilienbarometer“ von Interhyp und ImmobilienScout24, für das über 1.600 Interessenten von Kaufimmobilien befragt wurden.
Den perfekten Moment für den Erwerb einer Immobilie gibt es – darüber herrscht Einigkeit unter der Mehrheit der Interessenten (89 Prozent). Überwiegend wird dieser Zeitpunkt durch drei Hauptfaktoren bestimmt. Erstens, die Konditionen müssen stimmen, sprich Zinssätze sind möglichst niedrig. Zweitens muss die passende Immobilie gefunden sein und drittens muss der Käufer genug Geld verdienen, um sich das Objekt auch leisten zu können. Die Gewichtung dieser Einflussfaktoren unterscheidet sich je nach Nutzungsart der Immobilie allerdings erheblich. Bei Kapitalanlegern geben meist finanzielle Aspekte den Ausschlag zum Kauf. Die äußeren Bedingungen sind der wichtigste Indikator (43 Prozent) für den passenden Zeitpunkt. Jeder vierte Anleger (24 Prozent) investiert in fremdgenutzte Immobilien, sobald er genug verdient. Ob die Immobilie den eigenen Wunschvorstellungen entspricht, interessiert die Investoren dabei kaum (15 Prozent). Selbstnutzer lassen sich hingegen öfter vom Bauchgefühl leiten. Die rationalen Motive spielen im Vergleich mit den Kapitalanlegern eine verhältnismässig geringe Rolle. Nur 28 Prozent der Eigennutzer achten auf die Kaufkonditionen.
Der Suchprozess bei Eigennutzern dauert meist länger als bei Kapitalanlegern. Für Eigennutzer sind nicht nur der Kaufpreis und die Konditionen entscheidend, sondern die immobilie soll auch den individuellen Vorstellungen entsprechen.

HFG-Presseservice

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