Wohnungsbau bleibt noch hinter dem Bedarf zurück

Im Jahr 2011 konnte laut einer Studie der LBS die magische Grenze von 200.000 Neubau-Fertigstellungen im Wohnungssektor nicht erreicht werden. Zuwenig, wie die Analyse von LBS Research ergab. Das Forschungsinstitut hatte verschiedene Brancheninsider und Wirtschaftsinstitute befragt. Rund ein Drittel der Befragten hält einen jährlichen Zuwachs an Wohnungen von 225.000 Einheiten für notwendig. Fast 60 Prozent erwarten einen Bedarf von 250.000 neuen Wohnungen, und zwölf Prozent der Branchenkenner halten ein Neubauvolumen von 300.000 Wohnungen jährlich für notwendig, um Wohnungen weiterhin bezahlbar zu halten.

Ein-Personenhaushalte auf dem Vormarsch

Die Zahl der Single-Haushalte steigt kontinuierlich an. Die demographische Entwicklung macht auch vor dem Wohnungsbau nicht halt. Nach einer Prognose des Statistischen Bundesamtes wird allein der Anteil der Singlehaushalte bis 2025 deutlich zunehmen. Experten sprechen von einem Anstieg dieser Bevölkerungsgruppe auf 43 Prozent in den nächsten dreizehn Jahren. Demgegenüber wird ein Schrumpfen der Zahl der Haushalte mit mehr als drei Personen von derzeit 26 auf 19 Prozent prognostiziert. Neben diesen Entwicklungen gibt es aber noch einen weiteren Grund, der langfristig für einen Mehrbedarf an Wohnraum spricht. Die Bevölkerungsentwicklung in Deutschland ist seit 2011 erstmals wieder ansteigend. Ein Anstieg der Baugenehmigungen auf 228.000 im Jahr 2011, ein Plus von 21,7 Prozent gegenüber 2010, ist ein Signal in die richtige Richtung. Dass die Wohnraumentwicklung nicht nur bei der öffentlichen Hand liegen kann, versteht sich von selbst. Private Investoren sind ebenso gefragt, auch um bestehenden Wohnraum nach entsprechenden Sanierungen, qualitativ hochwertig ausgestaltet, dem Markt zur Verfügung zu stellen. Dies gilt insbesondere für Großstädte wie Hamburg oder Frankfurt mit entsprechender Liquidität potentieller Mieter. Gerade in den Ballungszentren bieten sich daher für Kapitalanleger über alle Wohnungsgrößen hinweg langfristig überdurchschnittliche Ertragsmöglichkeiten. Die demographische Entwicklung macht auch deutlich, dass ein Investment in zwei Single-Wohnungen in Zukunft ertragreicher sein wird, als der Erwerb einer Groß-Wohnung. Leerstände in strukturschwachen Regionen kompensieren keinen Wohnungsnotstand in prosperierenden Zentren.

(HFG-Presseservice)

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